Beratung zur Essgewohnheit

Hallo ihr Huel-LiebhaberInnen,

ich bin gestern in der Nacht zufällig auf Huel-Videos gestoßen und habe mir Unmengen an Erfahrungsberichten angesehen. Natürlich auch nebenbei etwas von der „Konkurrenz“. Grundsätzlich bin ich begeistert von der Idee und sehe das Ganze als „moderne Mahlzeit“. Mir ist bewusst, dass das kein Mahlzeitersatz ist und sein soll.

Ich bin ab dem Punkt, wo ich gerne Huel ausprobieren möchte. In meiner Depression habe ich über 40 Kilo zugenommen. Das Ganze macht sich nicht nur vom Gewicht bemerkbar, sondern auch an der verlorene Energie und diverse Schmerzen bei kleineren Tätigkeiten (i.e. kochen, staubsaugen, etc.)

Nun Kleinigkeiten zu mir:

Ich bin 22 Jahre, 178cm groß und wiege an die 120 Kilogramm. Derzeitig befinde ich mich noch in meiner Depression, aber bin hoffentlich auf dem Weg der Besserung. Ich esse normalerweise zwischen 10 und 14 Uhr einmal und dann nochmal zwischen 18 und 19 Uhr. Das heißt, ich nehme 2x am Tag richtige Mahlzeiten zu mir. Zwischendrin bin ich gerne mal am naschen, aber das wird etwas weniger, da ich mir gerne selbst auf die Finger haue. Die Mahlzeit am Abend ist eher fastfoodlastig, bzw. Dinge, die einfach und schnell gehen. Da meine Freundin gar kein gekochtes Gemüse isst, fällt das schonmal weg. Dafür extra zu kochen findet sie sinnlos.

Nun meine Frage, wie kann ich meine Ernährung anpassen und macht es Sinn Huel ausprobieren, bzw. in den Alltag zu integrieren? Wie man unschwer erkennen kann, möchte ich als netten Nebeneffekt einige Pfunde verlieren.

Ich hoffe, dass mir einer von Euch helfen kann und bestenfalls auch seine/ihre Erfahrungen mit mir teilen kann.

Schwerlastige Grüße,
Eric :'P

Huel ist Mahlzeitersatz, das ist doch der SInn des ganzen :slight_smile:
Man sollte nicht vergessen, es ist aber eine Art Fastfood, ein hochkalorisches, mit einer geringen Nährstoffdichte pro Shake und mit einer etwas suboptimalen Zusammensetzung (gibt bessere Alternativen in den USA, die hier in D noch nicht erhältlich sind). Huel rechnet ja selbst mit 2000Kcal, sprich 5 Shakes am Tag, um auf mindestens der empfohlenen Dosierungen an Vitaminen/Mineralstoffen etc. zu kommen.

Wenn du bspw. nur einen Shake zusätzlich in deine jetzige Situation integrieren würdest ohne etwas anderes zu ändern, könnte dies sogar nach hinten losgehen. In dieser Hinsicht solltest du dir mE bewusst machen, Huel als Mahlzeitersatz zu sehen und eine Hauptmahlzeit graduell ersetzen, das könnte bspw das Frühstück sein. Was das Frühstück betrifft, könntest probieren es zeitlich „nach hinten“ zu verschieben, sprich deine erste Mahlzeit am Tag erst Nachmittags. Eine schwerwiegende Baustelle ist das zwischendurch Naschen. Dies solltest du komplett unterbinden. Die Einstellung zum Gemüse solltet Ihr überdenken, sollte deine Freundin nicht einverstanden sein, bleibt nichts anderes übrig, als getrennt zu kochen, dass du zumindest auf deine eigene Gesundheit achten kannst. Solltest du erstmal nur einen Shake pro Tag schaffen, neben Huel zusätzlich ein green Pulver verwenden, wg der Zusammensetzung (wie athletic greens etc., was dann nicht mehr notwendig sein wird, wenn du mit den ANzahl der Shakes hochgehst und auch anderweitig dich besser ernährst).

Viel Erfolg

Hallo hanspeter,

erstmals danke, dass Du dir die Zeit genommen hast.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann soll ich das Frühstück durch Huel ersetzen und es auch später zu mir nehmen. Zum Abendessen sollte ich dann doch zu Gemüse, etc. greifen. Welches von den Shakes empfiehlst Du denn mir? Kann ich auch die „normalen“ nehmen, oder soll es die Black-Edition sein?

Du bist auch laut der Tipps „sicher“, dass ich auch so einige Pfunde verlieren werde? Das würde mich überaus freuen.

Ich verstehe nur das Ganze nicht 100%ig. Ich bräuchte da klare Ansagen, was ich wann wie viel zu mir nehmen sollte, bzw. was man mir empfiehlt. Ich weiß, das wäre dann eher was für ein Ernährungsberater, aber das Geld habe ich nicht. :'D

Ich halte es für fraglich, ob der Körper in irgendeiner Form Selbstzweck sein kann, sprich „Gewicht verlieren“ ist kein Ziel. Im Gegenteil, der Körper folgt deinen Zielen, die irgendwie außerhalb liegen und er passt sich denen an:

  • Man fängt mit eine Sportart an, um besser zu werden und in seinem Sport aufzugehen, muss man zwangsläufig sich mit der Ernährung und sonstigen Lebensführung beschäftigen (Schlaf, Alltagsstruktur…) und man beginnt hier zu optimieren. Ich kenne niemanden, der erst jahrelang seine Ernährung optimiert in der Vorstellung Bodybuilder zu sein, und dann erst ins Fitnessstduio geht. Das ist absurd.
  • Man möchte bessere Leistung bei der Arbeit vollbringen, auch hier folgt zwangsläufig die Ernährung den Tätigkeiten.
  • Man möchte sich besser auf Uni/Schule konzentrieren können, hier dasselbe.

Was ich so zwischen den Zeilen lese, dir fehlt ein Ziel welches außerhalb deiner Welt liegt.

Sich richtig ernähren ist ein langer, nie endender gradueller Prozess, der viel Zeit benötigt, viel Versuch und Irrtum. Es braucht ein Wozu. Und das was man eine zeitlang unter „richtig“ versteht, ändert sich auch je nach dem was man erreichen möchte. Selbst die Punkte die ich oben erwähnte (Mahlzeitenreduktion, Nährstoffoptmierung, zeitliche Kcal-restriction), sind im Grunde sinnfrei, da aus (m)einem Kontext gerissen und nicht in einem größeren Zusammenhang stehend.