Molybdän-Anteil in Huel

In folgendem Artikel auf der Huel Webseite wird angegeben, dass Molybdän in zu hohen Dosen Gelenkschmerzen verursachen kann: https://de.huel.com/pages/die-26-essenziellen-vitamine-und-mineralien-mangel-und-toxizitat

Auch auf anderen Webseiten habe ich über den negative Folgen einer Überdosierung von Huel gelesen. In den Nährstoffangaben steht, dass in Huel 450% und mehr des Tagesbedarfs an Molybdän enthalten ist.

Gibt es hier einen Grund für einen derart hohen Gehalt an Molybdän? Wieso sollte es in Huel nicht schädlich sein?

Hi KarlFeld,

danke für deinen Kommentar!

In dem von dir genannten Artikel sagen wir nicht, dass übermäßige Dosen Gelenkschmerzen verursachen. Wir klären nur darüber auf, dass einige Hinweise darauf hindeuten. Das ist nochmal ein Unterschied.

Die Referenz, die wir nennen, bezieht sich auf Molybdänpräparate, aber das gesamte Molybdän in Huel kommt in natürlicher Form vor. Das erklärt auch, warum der Gehalt hoch ist.

Hi Cara,
danke für deine schnelle Antwort.
Molybdän ist also dann in Präparatform potentiell schädlicher als in natürlicher Form, wenn ich dies korrekt verstehe?

Das ist aber ne miese Erklärung.

Potenziell ja - unserem Nutrition Team sind aber keine Fälle einer Überdosis bekannt. Es ist auch nicht typisch, dass jemand Molybdän als Präparat aufnimmt.

Was genau ist an der Erklärung mies? Fehlt dir noch eine Info?

Hallo Cara, :slight_smile:

hier sind die Fragen gemeint:

Auch bei natürlichen Anteilen von Molybdän in so hohen Mengen, ist das dennoch gesund oder unbedenklich? - Warum?

Bei vielen anderen Mineralstoffen oder Vitaminen sind hohe Dosen/ Überdosen eher kontraproduktiv, was macht das hier anders?

Gibt es Möglichkeiten diese heraus zu filtern und zu verringern?

Viele Grüße

Das ist tatsächlich der Kern der Sache, den Blackbeard hier schreibt. Kann natürliches Molybdän etwa nicht schädlich sein in zu hohen Dosen? Wieso sollte das nur bei Präparaten so sein?

Wie steht es hier mit einer Antwort?

Wir müssen das Thema etwas differenzierter betrachten. :slight_smile: Erstmal ist es nicht „normal“, dass man sich nur von einem Lebensmittel 100 % der Zeit ernährt. Auch wenn etwas gesund ist, ist es trotzdem ratsam, dass man eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung hat. Das kommunizieren wir auch mit Huel - wir haben nicht die Absicht, Huel als kompletten Ersatz für die Ernährung zu promoten. Also ich persönlich würde nicht jeden Tag das gleiche essen wollen, wenn ich es mir aussuchen kann. :wink: Und somit entsteht auch nicht das Problem, dass man von gewissen Nährstoffen zu viel aufnimmt. Die empfohlenen Referenzwerte sind Mindestwerte - weniger sollte man als gesunder Mensch nicht aufnehmen. Wir orientieren uns an den EU Richtlinien, aber andere Richtlinien werden wiederum was anderes behaupten. Und da jeder Mensch anders ist, in einer anderen körperlichen Verfassung, andere Voraussetzungen mitbringt und unter anderen Bedingungen lebt, wird jeder nochmal einen individuellen Bedarf haben. Daher sind das alles nur Durchschnittswerte und jeder ist im Prinzip selbst dafür verantwortlich, seinen Bedarf abzudecken. Mit einer ausgewogenen Ernährung klappt das aber in der Regel.

Das in Huel vorkommende Molybdän stammt zu 100 % aus den natürlichen Zutaten so wie viele andere Mikronährstoffe. Die angesprochene „Überdosierung“ ist in Bezug auf eine Aufnahme von 2000 kcal Huel pro Tag - so viel wird nicht jeder Mensch essen und auch nicht 100 % durch Huel abdecken - und das auch nicht 100 % der Zeit seines Lebens. Sollte das dennoch so sein, dann ist es trotzdem anders zu betrachten als eine Aufnahme reiner Präparate, weil Präparate keine weiteren Stoffe enthalten, die in Wechselwirkung mit dem Molybdän treten. Damit es nicht zu komplex wird: Vitamine und Mineralstoffe, die natürlich vorkommen, werden anders vom Körper aufgenommen und verarbeitet als isolierte Präparate, weil das Lebensmittel ja noch weitere Stoffe enthält, die mit diesem reagieren und sogar notwendig sind, damit sie überhaupt wirken - bzw. wenn man Mikronährstoffe künstlich hinzufügt, müssen einfach gewisse Voraussetzungen gegeben sein (z.B. müssen bei fettlöslichen Vitaminen Fette vorhanden sein), damit sie eine Wirkung erzielen.

Was die Schädlichkeit von Molybdän angeht, hier nochmal das Zitat, um das es sich handelt: „Es gibt einige Hinweise darauf, dass Molybdän-Ergänzungsmittel Gelenkschmerzen hervorrufen können, auch wenn die Toxizität von Molybdän relativ gering zu sein scheint“ - wir können nur das wiedergeben, was in der Studie herausgefunden wurde, um euch mit möglichst vielen Infos zu versorgen. Man kann es also so verstehen, dass es gemäß dieser Studie nicht ratsam ist, zusätzliche Molybdän-Präparate aufzunehmen, wenn der eigene Körper dazu neigen könnte, diese Reaktion auszulösen. Aber es ist von einer relativ geringen Toxizität auszugehen. So wie Magnesium in zu hohen Dosen zu Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfen führen kann. Trotzdem nehmen viele Menschen eine überhöhte Dosis von Magnesium auf - da jeder Körper einfach unterschiedlich ist.

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